Wer unter Elektrosensibilität leidet, hat es in unseren Breitengraden schwer, wie ein kürzlich veröffentlichtes Bundesgerichtsurteil zeigt. Wer hingegen auf paradoxe Apps steht, die das Leben einer Smartphone-süchtigen Gesellschaft vermeintlich erleichtern sollen, findet ohne Probleme kuriose und bedenkliche Angebote.

Ein Mann aus der Region Olten zog gemäss einen Bericht in der Zeitung „20 Minuten“ gegen seinen Nachbarn bis vor Bundesgericht, weil er angeblich physisch unter den Emissionen von dessen WLAN litt. Das Bundesgericht liess den Mann jedoch abblitzen, wie die «Solothurner Zeitung» berichtet. Zum einen habe er ein Formular nicht unterzeichnet, das eine Messung der WLAN-Emissionen durch einen Fachmann erlaubt hätte. Zum anderen folgte das Gericht dem vorinstanzlichen Urteil des Solothurner Obergerichts. Schon dieses befand, dass die auf 50 Prozent Sendeleistung eingestellte Fritzbox gegen keinerlei gesetzliche Vorschriften verstosse. Trotzdem: Der 20-Minuten-Artikel schlug hohe Wellen: Über 400 Kommentare wurden dazu verfasst. In vielen wird deutlich: Elektrosensible Menschen treffen oft auf Unverständnis oder gar Spott.

5G: Ohne gelockerten Strahlenschutz im Hintertreffen?

Ungeachtet jener, die unter der immer stärkeren Strahlenbelastung durch Mobilfunk und WLAN leiden, wird der technische Fortschritt als Nonplusultra dargestellt. Urs Schäppi, Chef der Swisscom, prophezeit bekanntlich eine düstere Zukunft, setze die Schweiz nicht auf die 5G-Mobilfunktechnologie: Ohne gelockerten Strahlenschutz gerate die Schweiz beim neuen 5G-Mobilfunknetz «ins Hintertreffen, warnt Urs Schäppi. Recherchen von ÄrztInnen für Umweltschutz (AefU) hingegen zeigen: Diese Darstellung ist zu einfach, wenn nicht gar falsch. Denn: Nicht nur die gesundheitlichen Auswirkungen dieser neuen Technologie insbesondere auf die Haut sind unklar; auch technisch ist das meiste noch ungewiss: Aktuell sei «nur bekannt, was das System 5G können sollte. Aber weder die Hardware noch die Art der Funksignale sind bisher die Grenzwerte erhöht werden sollen, ohne im Detail zu wissen, was da genau kommt», heisst es im Beitrag von Martin Forter und Stephanie Fuchs im Magazin Oekoskop.

Funksender gegen Kindstod?

Geradezu paradox muten sich – angesichts der bekannten und vielfach wissenschaftlich bestätigten Gefahren von Mobilfunkstrahlung – Erfindungen und Neuentwicklungen rund um das Handy an, die uns vermeintlich das Leben erleichtern oder sogar retten sollen. So berichtet zum Beispiel der Deutsche Berufsverband Elektrobiologie e.V. (BEB):  Forscher der University of Sussex http://sussex.ac.uk haben einen neuen Hightech-Sensor aus flexiblem Graphen entwickelt, der plötzlichen Kindstoden entgegenwirken soll. Das Fitbit-ähnliche Gadget überprüft die Herz- sowie die Atemfrequenz und informiert die Eltern via Smartphone, wenn etwas mit dem Kind nicht in Ordnung zu sein scheint. Anmerkung des BEB:… und somit sitzt ein Funksender direkt am Kind und SIDS wird begünstigt.

Gründlicher Zähneputzen dank App?

Nicht weniger unsinnig ist die Erfindung der vernetzten Zahnbürste „Ara des französischen Startup-Unternehmens Kolibree. Die Ara koppelt sich gemäss einem Bericht auf heise.de per Bluetooth Smart mit einem Smartphone, die zugehörige App soll für Android- und iOS-Mobilgeräte verfügbar sein. Die Verbindung muss während des Zähneputzens nicht bestehen: Die Bürste kann Datum, Zeit und Dauer sowie die geputzten Zonen speichern und später mit der App synchronisieren. Die App benotet, wie gut oder schlecht der Nutzer beim Zähneputzen mit der Ara „performt“. Um Kinder zu motivieren, will Kolibree zudem verschiedene kostenlose Spiele-Apps anbieten, die auf die Nutzung der Ara reagieren.

Besser schlafen dank Tablet/Smartphone?

Laut einem aktuellen Gesundheitsreport der deutschen Krankenkasse DAK haben 80 Prozent der Befragten Probleme beim Ein- und Durchschlafen. Nun bietet die DAK-Gesundheit ein neues digitales Hilfsangebot bei Schlafstörungen an. Das kostenlose Programm mit dem Namen „somnovia“ können Betroffene per Smartphone, Tablet oder Computer unkompliziert nutzen. Im Rahmen des Programms „somnovia“ lernen die Teilnehmer in sechs Monaten, wie sie ihre Schlafstörungen überwinden können. Grundlage des Programms sind etablierte und wissenschaftlich geprüfte Methoden der Kognitiven Verhaltenstherapie. Für die Teilnehmer wird unter anderem ein individueller strukturierter „Schlafplan” entwickelt.  Wie viel das für die Aufzeichnung und Übertragung notwendige Tablet oder Smartphone am Bett zu einem besseren Schlaf beiträgt, sei dahingestellt …

Harmonisches Schwingungsfeld erzeugen

Wie kann man sich vor Hochfrequenzstrahlung und Elektrosmog schützen? „Das Resonanzgesetz besagt, dass in einem Schwingungsfeld keine Resonanzen mit Schwingungen auftreten können, deren Frequenzen ausserhalb derer des Feldes liegen“, sagt Richard Neubersch, Inhaber von Swiss Harmony in Grellingen, ein Unternehmen, das sich auf die Harmonisierung von Elektrosmog spezialisiert hat. Mit anderen Worten: In einem harmonischen Schwingungsfeld bleiben künstliche Strahlen wirkungslos, gleichgültig, wer sie erzeugt, ob sie vom Nachbarn oder vom nahen Mobilfunkmast kommen. Die mobilen Produkte von Swiss Harmony  (BioRing, BodyCard, BioArmreif und der BioPatch) harmonisieren den menschlichen Körper, indem sie die harmonische Schwingung als Information auf das Energiesystem des Menschen übertragen. Somit können künstlich geschaffene Strahlenfelder nicht mehr in Resonanz gehen.

Schutz vor schädlichen Strahlungen

Konkret bedeutet dies: Produkte von Swiss Harmony zur Harmonisierung von Häusern und Wohnungen sorgen dafür, dass der Strom, der ein Gebäude mit Elektrizität versorgt, eine andere Botschaft erhält. „Sie übertragen auf dem Resonanzwege die Information des sichtbaren Lichtspektrums auf den vorbeifliessenden Strom, der diese wiederum im gesamten Wirkungsbereich des Stromkreises verteilt“, erklärt Richard Neubersch. Das elektromagnetische Feld der Wohnung oder des Hauses werde so zu einem harmonischen Feld. Hauseigene WLAN-Sender, Handys oder Schnurlostelefone sind entstört, weil sie am harmonischen Stromfeld angeschlossen sind und deshalb dieselbe harmonische Information emittieren.