Ein typischer Mobilfunkmast

Tödliche Krebserkrankungen durch Mobilfunkmasten

Eine vernetzte Welt. Die mobile Generation – jahrelang gewünscht, nun gefürchtet. „Voller Netzempfang“ in den eigenen vier Wänden bringt nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen keinen Gewinn, sondern ein erhebliches Gesundheitsrisiko. Einer brasilianischen Studie zufolge starben über 7.000 Krebspatienten an den Folgen der elektromagnetischen Strahlung, die von umliegenden Mobilfunkantennen ausging.

Heimtückische Heimat

Wissenschaftler der Federal University of Minas Gerais (Brasilien) stellten einen direkten Zusammenhang zwischen Krebstoten in Belo Horizonte und den umgebenden Handymasten her. Mehr als 80 Prozent der verstorbenen Krebspatienten aus der drittgrößten Stadt Brasiliens lebten weniger als 500 Meter von mindestens einem der 300 Mobilfunkantennen entfernt. Ferner führte die Studie zu dem Ergebnis, dass bei insgesamt 7191 verstorbenen Bewohnern aus den Jahren 1996 bis 2006 der geringe Entfernungsradius von 1000 Metern zu den Mobilfunkmasten die tödlichen Krebstumore in Prostata, Brust, Lunge, Niere und Leber verantwortete. Damit belegt die südamerikanische Studie nur die Konsequenzen des Risikofaktors der Internationalen Strahlenschutzkommission, der einen strahleninduzierten Krebs als Folge einer konstanten Aussetzung der elektromagnetischen Belastung errechnet. Des Weiteren gehen seit 1970 viele Studien der Verbindung zwischen Krebs und Funkmasten verstärkt auf den Grund, darunter Wissenschaftler aus San Francisco sowie aus Städten in Deutschland, Österreich und Israel. Das gemeinsame Ergebnis gibt Anlass zur Sorge: eine permanente Nähe zu elektromagnetischen Feldern (EMF) erhöht das Krebsrisiko um bis zu 121 Prozent.

Kein Ruhezustand durch Handymasten – auch Handygegner sind gefährdet

Die Ausbreitung des Handynetzwerks und die Vermehrung der Handymasten führen somit unweigerlich zu einem ernstzunehmenden Generationsproblem. Die Gefahr liegt damit nicht nur in der eigenen Hand: mit der Entscheidung für oder gegen den Besitz eines Handys. Vielmehr steht die bedeutendere Bedrohung in naher Zukunft an jeder Ecke. Dr. Leif Salford, Vorsitzender des Lund University Hospitals in Schweden beschäftigt sich seit 1975 mit Auswirkungen von Hochfrequenzfeldern und Mikrowellenstrahlung. Er bezeichnet die konstante Belastung durch Sendemasten als „passives Mobiltelefonieren“. Die Österreichische Ärztekammer kam zu dem gleichen Schluss in ihrer umweltmedizinischen Beurteilung elektromagnetischer Felder im April 2007. Demnach zeigen sich bei der Einwirkung von umliegenden Handymasten massivere Gesundheitsauswirkungen als unter dem Einfluss von Handys, da die gefährlichen Funkmasten permanente gepulste Radiofrequenzstrahlungen aussenden und dadurch eine anhaltende Aktivität aufweisen. Der menschliche Organismus hat somit zu keiner Zeit die Chance, sich zu erholen und muss zwangsläufig mit Schädigungen rechnen.

Krebs nicht die einzige Krankheitsfolge der Strahlenbelastung

Dr. Adilza Condessa Dode, Ingenieurwissenschaftlerin und Koordinatorin der aktuellen brasilianischen Studie, beweist mit ihren jüngsten Ergebnissen diese These. Die Handymasten senden eine kontinuierliche Radiofrequenzstrahlung aus, die neben Krebs auch andere körperliche Beschwerden, wie zum Beispiel Gedächtnisstörungen, Gehirnerkrankungen, Unfruchtbarkeit, Demenz und Herzkomplikationen hervorrufen kann.

Condessa Dode macht damit auf ein wichtiges Problem unserer Gesellschaft aufmerksam, das auch Folgegenerationen beeinträchtigen kann. Die Mobilfunkindustrie ist dazu aufgerufen, besser aufzuklären und ihr Funknetzwerk zumindest fern von Schulen, Kindergärten und Krankenhäusern zu errichten. Wolfram König, Präsident des Deutschen Bundesamts für Strahlenschutz, kritisiert die Mobilfunkbranche hinsichtlich ihrer mangelnden Transparenz und fehlenden Einbindung der Kommunen bei der Errichtung von Mobilfunkmasten und gibt sich damit die Hand mit der südamerikanischen Studie. Die tödlichen Konsequenzen der Strahlenwelle liegen nun als wissenschaftliche Tatsache vor – dennoch muss weiterhin viel Aufklärungsarbeit stattfinden, um Verbraucher und Industrie nachhaltig zu erreichen.

Quellen:
http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/gesundes-leben/mike-adams/neue-studie-bringt-mehr-als-7-krebstote-mit-strahlung-von-handymasten-in-verbindung.html
http://www.der-mast-muss-weg.de/014Krankheit01.htm
http://www.der-mast-muss-weg.de/pdf/Aerzte/Oberfeld_emf_2007_d.pdf
http://www.berliner-zeitung.de/archiv/behoerdenchef-koenig–jugendliche-und-kinder-moeglichst-nicht-mobil-telefonieren-lassen—kritik-an-mangelhafter-aufklaerung-strahlenschutzamt-warnt-vor-gesundheitsrisiken-durch-handys,10810590,9923864.html